Exploring Okavango Delta (Boswana/ Namibia)
Freitag, 3. September 2010, Haus eines Freundes, Hout Bay, Cape Town, Südafrika

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Der Chobe National Park
Mein Botswanaaufenthalt ist zunächst nicht von großer Dauer. Die Hürde der Botswanischen Zollbeamten beim Grenzübertritt, an der ich fast gescheitert wäre, ist schon fast wieder vergessen und ich rolle langsam und mit wachsamem Auge auf der A33 durch den nördlichen Teil des Chobe National Parks Richtung Westen. Auch hier zeigen sich die Wildtiere (eine Giraffenfamilie, eine Strauß, zwei Zebra-Herden, einige interessante Vögeln und unzählige Elefanten) völlig unbeeindruckt von der Asphaltstraße die sich durch ihr zu Hause schlängelt. Somit ist höchste Vorsicht geboten wenn ich nicht mit einem zwei- oder vierbeinigem beharrtem Straßenkreuzer in „engeren“ Kontakt treten möchte. Nach knapp 70 wilden Kilometern stehe ich erneut vor einem kleinen Häuschen in dem Botswanische Beamte mit viel Papierkram für einen erneuten Grenzübertritt auf mich warten… Dachte ich zumindest! Doch die südlichen Länder Afrikas bilden eine Staatengemeinschaft, ähnlich wie die europäische Union die eine Grenzüberschreitung zwischen den Mitgliedsstaaten wesentlich vereinfacht. Nachdem ich nun ungefähr zwei Stunden in Botswana war, ein Ausreise- und ein Einreiseformular ausgefüllt habe, die Rap-Performance eines botswanischen Zollbeamten vor meinem Motorrad genießen durfte und den Chobe-River überquert habe bin ich bereits in Namibia. Jedoch werde ich auch hier nicht sehr lange bleiben. Zumindest nicht dieses Mal…
Ich fahre zunächst in Richtung Nord-Westen nach Katima um etwas namibisches Geld zu besorgen und meinen Tank zu füllen. An der Tankstelle treffe ich auf 3 Briten die in einem Wohnmobil reisen und mich noch gestern Abend im Backpacker in Victoria Falls total besoffen angequatscht haben. Natürlich können sie sich an nichts erinnern… Mit einem Lächeln fahre ich davon, weiter Richtung Westen und durchquere auf dem sogenannten Trans-Caprivi-Highway den namibischen Caprivizipfel von Ost nach West. Der Caprivizipfel gehört erst seit dem Ende des 19. Jahrhundert zu Namibia (damals Deutsch-Südwestafrika) und wurde dem damaligen Deutschen Reich im Zuge des sogenannten Helgoland-Sansibar-Vertrages mit Großbritannien zugestanden um Zugang zum Sambesi Fluss zu bekommen. Bei Sonnenuntergang bin ich noch ein ganzes Stück von der Abzweigung nach Süden und damit Richtung Okavango Delta entfernt. Immer wieder erkenne ich im Halbdunkel die großen Warnschilder, die auf Elefanten hinweisen und den Leser auffordern langsam zu fahren. Schließlich überquere ich den Okavango River und nachdem ich im Dunkeln durch tiefen Sand gefahren bin und versucht habe einen Campingplatz zu finden der anscheinend nicht mehr existiert folge ich in der Stadt Divundu den Straßenschildern Richtung Botswana. Nicht sehr weit fahre ich neben dem Okavango River nach Süd-Osten und schlage bei den sogenannten Popa-Falls mein Zelt auf. Hier direkt am Fluss campe ich neben einer offensichtlich luxuriös ausgestatteten Gruppe von Männern die am Lagerfeuer schon ordentlich dem Alkohol frönen und sich von ihren 5 afrikanischen „Boys“ ausgiebig bedienen lassen. Ich lade mein Gepäck vom Motorrad ab und bereite mein Nachtlager vor und schon bin ich zu einem Umtrunk und zum Abendessen eingeladen. Wie sich herausstellt ist Pete der Besitzer der größten Rinderfarm in Namibia und macht mit seinen anscheinend beliebtesten Mitarbeitern einen Wochenendausflug um das neue und viel zu große Boot zu testen, dass er wohl gerade geschenkt bekommen hat. Natürlich gibt es bei einem richtigen Farmer ausschließlich Fleisch und bis spät in die Nacht sitzen wir am Lagerfeuer, grillen ein Steak nach dem anderen, es gibt reichlich zu trinken und ich darf mir einige Male anhören wie herausragend Pete in seinem Business ist. Bald fallen mir die Augen zu und ich entreiße mich den Fängen der Trunkenbolde, begebe mich in meinem kuschelwarmen Schlafsack und schlafe mit der plätschernden Geräuschkulisse des Flusses ein. Den nächsten Morgen begrüße ich mit einer heißen Tasse Kaffee, verabschiede mich von meinen nun wieder nüchternen Nachbarn und mache mich auf den Weg nach Süden in Richtung der Landesgrenze. Nach 30 km Schotterpiste und nicht mal eine Stunde später bin ich in Botswana und diesmal werde ich etwas länger bleiben…

- Meine Gastgeber an den Popa Falls

Mein Weg führt mich durch sehr trockenes Buschland. Hier auf dem Asphalt, der sich direkt neben dem Okavango River durch den Norden von Botswana zieht habe ich eigentlich erwartet einen guten Blick auf den riesigen Fluss und die beginnenden Wetlands des Deltas zu haben. Aber nein, neben Wasser- herrscht hier auch noch Benzinmangel und mit ein paar letzten Tropfen im Tank erreiche ich eine Tankstelle abseits der Straße. Hier kann ich das Motorrad gerade so voll tanken und der alte, klapprige Pickup hinter mir bekommt nur noch den halben Tank voll als auch diese Tankstelle ihre Zapfsäulen absperrt und das Schild „No Fuel“ an der Einfahrt aufstellt. Weiter Richtung Süden komme ich bald an eine Straßensperre von denen auch später noch einige folgen. Auf einer nassen Fußmatte muss ich meine Stiefel abstreifen, während die Reifen des Motorrades mit einer Chemikalie abgesprüht werden. Mit diesen Desinfektionsmaßnahmen versucht die Regierung die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im Norden Botswanas zu verhindern. In der weiten, mit gelbem Gras und vielen Bäumen und Sträuchern bewachsenen Buschlandschaft laufen unzählige Rinderherden frei herum. Da wundert man sich auch nicht mehr über die vielen Warnschilder, die zur Vorsicht vor den faul herumstehenden Nutztieren mahnen. Am späten Nachmittag erreiche ich die Stadt Maun, das Tor zum Okavango Delta! In der River Lodge, direkt an einem der vielen Wasserläufe des Deltas stelle ich das Zelt auf und freue mich auf einen Wiedersehens-Drink mit den Familien, die mir mit dem Geldwechsel am Grenzübergang vor zwei Tagen sozusagen das Leben gerettet haben. Hier treffe ich auch auf Bert, einen jungen Belgier. Wir verstehen uns auf Anhieb gut und planen sogleich die nächsten Tage zusammen. Zunächst soll uns ein Flugzeug zu einem Ausblick über das Fluss-Delta verhelfen, denn ich möchte unbedingt ein paar Fotos von oben machen um das Ausmaß dieses Naturwunders erfassen zu können. Nachdem wir einen halben Tag lang nach einer günstigen Möglichkeit gesucht haben ein Flugzeug zu chartern sind wir am kleinen Flughafen von Maun erfolgreich.

- Mit einer Cessna über das Okavango Delta

Mit einer kleinen Cessna geht es für uns für über eine Stunde in den botswanischen Luftraum und das was wir sehen ist schwer zu beschreiben. Zuerst müssen wir in die kleine Propellermaschine hinein klettern und kriegen einige Einweisungen von unserer Pilotin. Die wirft den Motor an und wir heben von der Rollbahn ab. Um uns herum öffnet sich plötzlich der Blick auf ein unüberschaubares Gebiet das aussieht als hätte jemand den Rasensprenger zu lange laufen lassen. Grüne Wasserpflanzen, Gräser und Bäume durchsetzt von rotbraunen Sträuchern und anderen Pflanzen in dieser Farbe und Wasser. Überall Wasser. Mit über 20000 Quadratkilometern bildet das Okavango Delta eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Unter uns erblicken wir unzählige Elefanten, Büffel, Kudus, Zebras und andere Wildtiere sich ihren Weg durch das, wie mit einem Wasserfilm überzogene Gelände bahnen. Bei jedem größeren Tier drehen wir, um es besser beobachten zu können, ab und bewegen uns im Steilflug Richtung Erdboden so dass uns fast schwindelig wird. Langsam nähert sich die Sonne dem Horizont, die Schatten werden länger und schließlich, kurz vor unserer Landung, versinkt der rote Feuerball im blaugrünen Horizont. Sicher erreichen wir den Flughafen und bedanken uns bei unserer Pilotin für denFlug. Nach diesen beeindruckenden Bildern muss man einfach mehr sehen und kaum zurück in unserer Unterkunft haben wir schon einen neuen Ausflug geplant.
Schon am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen zusammen, diesmal auch das Zelt, die Schlafsäcke, Kocher, Töpfe und einiges an Nahrungsmitteln. Um 8 Uhr werden wir abgeholt und fahren mit einem Motorboot, in warme Kleidung gehüllt, durch die morgendliche Kälte. Unser Steuermann lenkt das Boot sicher durch die unzähligen kleinen Flüsse und Kanäle bis wir nach einer guten halben Stunde durchgefroren an einem kleinen Strand stehen. Wir laden gerade die Ausrüstung aus als ein Mann auf uns zu kommt, uns begrüßt und uns einlädt in sein Boot zu steigen. Wir schauen zum Boot, schauen ihn an, werfen uns gegenseitig einen fragenden Blick zu und schauen wieder auf das Stück Holz was dort vor uns im Wasser liegt. Mokoros sind die etwa 4 Meter langen traditionelle Einbaum Boote der Kavangos, der Ureinwohner der Okavango Region. Sie werden immer noch nach alter Tradition von Hand aus dem Stamm des sogenannten Leberwurstbaums gefertigt und mit so einem winzigen Gefährt wollen Bert und ich in den nächsten zwei Tagen das riesige Flussdelta des Okavango Rivers erforschen. Wir haben zwar keine Ahnung wie in dieses Holzstück all unsere Sachen hineinpassen sollen aber wir werden sehen. Und tatsächlich: Geschickt stapelt der sogenannte Poler, also der Bootsführer, unser Gepäck in das nur 50 cm hohe Boot und wir haben jeder einen mehr oder weniger gemütlichen Platz zwischen dem Gepäck. Ganz hinten steht Sisco, der Mann dem wir nun unser Leben und unsere Habseligkeiten anvertrauen, der Mann, der uns und das Mokoro durch all die verworrenen kleinen Flussläufe lenkt und uns durch den Busch führen wird. Und keiner von uns beiden weiß genau, was nun auf uns zu kommt…

- Unterwegs mit einem Mokoro

Nachdem das Einsteigen ins Mokoro eine ziemlich wackelige Angelegenheit war, sitzen wir einige Minuten später sicher in unserem neuen Gefährt. Großartig bewegen dürfen wir uns nicht, denn die Oberkante des Kanus liegt nur ungefähr zwei Zentimeter über der Wasseroberfläche und bei jedem Schaukeln würde das ganze Boot sofort voll Wasser laufen. Noch dazu fahren wir ohnehin schon mit einer leichten Schräglage nach rechts, denn auf der linken Seite hat unser Boot einige kleine Lecks, in die sonst noch mehr Wasser hereinlaufen würde. Alles in allem also eine sehr aufregende Situation, zumal ich meinen Rucksack mit einer, mehreren tausend Euro teuren, Kameraausrüstung auf meinem Schoß habe… Doch Sisco ist die Ruhe selbst. Er drückt das Kanu mit einem langen Stab sicher durch das meist nur 50 cm tiefe Wasser. Wir streifen durch dichtes, saftig-grünes Wassergras vorbei an unzähligen Inseln, die zum Teil mit Büschen, mit Papyrus und Palmen bewachsen sind und durchqueren mehrere Male einige der vielen Kanäle. Die dauerhaft überfluteten Gebiete des Okavango Deltas bilden ein Mosaik aus offenen Wasserflächen, aus schwimmenden Inseln und aus stabilen Bereichen, wobei sich Festland von bewachsenen Wasserflächen selten unterscheiden lässt. Durch die Hohe Vegetationsdichte kommt es hier zu einer Flutverzögerung, was zur Folge hat, dass das Delta seinen Wasserhöchststand erreicht wenn im Umland Trockenzeit herrscht. Somit kommen viele der afrikanischen Tierarten hier gerade während der Trockenzeit zusammen um genügend Wasser zu haben. Da wir ruhig und leise durch das Wasser gleiten bekommen wir von unserem kleinen Gefährt aus viele Zebras und Giraffen, unzählige Impalas und einige Elefanten zu sehen, ganz zu schweigen von den vielen Vögeln. Aus dem Dickicht von Wasserpflanzen fahren wir einmal auf eine Art Lichtung, so etwas wie ein kleiner See, eine freie Wasserfläche inmitten von Seegras und Seerosen. Sisco stoppt das Boot und bittet uns leise zu sein. Während wir uns noch fragen, was das wohl zu bedeuten hat tauchen plötzlich keine fünf Meter vor uns drei riesige Nilpferde aus dem Wasser auf und beäugen uns misstrauisch. Jedes dieser Tiere ist mindestens doppelt so groß wie das Boot in dem wir sitzen und es wird uns schon etwas mulmig, denn ein Kentern wäre wohl unser Ende. Einmal im Wasser wären wir im Territorium dieser großen Pflanzenfresser, deren nächste Verwandte die Wale sind. Sisco drückt das Mokoro langsam rückwärts und wir fahren in einer anderen Richtung davon. Am Nachmittag erreichen wir eine Insel auf der wir mitten im Busch unser Nachtlager errichten wollen. Wir laden alles aus, bauen die Zelte nicht weit vom Wasser auf und sammeln Holz fürs Feuer. Kurz vor Sonnenuntergang verlassen wir unser Lager und erkunden, geführt von Sisco, das umliegende Gelände. Zuvor bekommen wir jedoch eine ernsthafte und etwas angsteinflößende Einweisung: Bei Büffeln rennen und auf einen Baum klettern, beim Löwen still stehen bleiben, beim Elefanten aus der Windrichtung und hinter Büschen verstecken… Hier, mitten im Busch und ohne Gewehr, müssen wir wissen was zu tun ist, wenn wir einem wilden Tier gegenüberstehen. Unser Guide hat viel zu erzählen, erklärt den Nutzen einiger Pflanzen, zeigt uns jede Menge Spuren und sagt uns wie alt und von welchen Tieren die verschieden Kothaufen sind. Wieder dürfen wir einige Tiere in freier Wildbahn und vor allem in ihrer natürlichen Umgebung bewundern und wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang in der Wildnis. Zurück im Lager wird das Abendessen auf dem Feuer zubereitet, wir genießen die Wärme der Flammen und Sico erzählt uns einige Geschichten aus dem Busch. Bald gehen wir jedoch in die Zelte, denn auch morgen wollen wir in aller Früh aufbrechen, um noch vor Sonnenaufgang im Buschland unterwegs zu sein und möglichst viele Tiere zu Gesicht zu bekommen.
Sechs Uhr aufstehen, Feuer wieder anmachen, Wasser kochen und Kaffee zubereiten. Kaffee, mein Lebenselixier auf dieser Reise weckt meine Lebensgeister und eine halbe Stunde später sind wir startklar. Erneut erinnert uns Sisco an die richtigen Verhaltensweisen wenn wir einem wilden Tier begegnen und als wolle er seine Aussage bekräftigen durchbricht ein Löwe, nicht allzu weit entfernt, mit seinem Brüllen die morgendliche Ruhe. Drei Stunden sind wir unterwegs und nachdem uns ein Elefant fast den Rückweg abgeschnitten hätte erreichen wir erschöpft und hungrig das Lager. Nach einem ausgiebigen Frühstück werden dann alle Sachen wieder im Boot verstaut und wir machen uns auf den Rückweg. Erneut gleiten wir mit unserem Mokoro durch die verworrene Landschaft des Okavango Deltas, verfolgen Impala-Herden, bestaunen vorbeiziehende Elefanten und bewundern auch die Unterwasserwelt im klaren Okavango Fluss. Nach einer ausgiebigen Mittagspause auf einer der vielen kleinen Inseln erreichen wir gegen vier Uhr den kleinen Strand an dem wir am vergangenen Tag gestartet sind. Bald darauf trifft auch das Motorboot ein, das uns nun zurück nach Maun bringen soll. Wir laden die Ausrüstung wieder um und verabschieden uns von Sisco, der nun mit dem verdienten Geld seine Familie besuchen wird. Zurück in unserer Unterkunft kochen wir gemeinsam ein letztes Abendessen, sitzen um das Lagerfeuer und erzählen uns und den anderen noch viele Geschichten. Am Morgen des 14. Juli heißt es dann auch von Bert, mit dem ich eine aufregende Zeit hatte, Abschied nehmen. Er reist nun weiter nach Simbabwe und ich mache mich auf den Weg nach Süden um die Kalahari wüste zu durchqueren und bald darauf die Grenze nach Südafrika zu erreichen.
Es sind alle Sachen auf dem Motorrad verstaut und von Maun aus fahre ich zunächst Richtung Osten. Nach einer weiteren Maul- und Klauenseuchendesinfektion biege ich nach Süden ab und folge dem Lauf des Boteti River. Die Vegetation der Kalahari Wüste, von der ich hier in der Mitte Botswanas nur einige Ausläufer zu sehen bekomme, wird vor allem von speziellen Dünen- und Wüstengräsern bestimmt. Das Land ist trocken und zwischen einigen Sträuchern laufen anscheinend verwilderte Esel umher und es stehen, wie schon im Norden Botswanas, vereinzelt  Rinder herum. Gegen Abend erreiche ich die große Straße die den Nordosten des Landes mit der Hauptstadt Gaborone verbindet. Hier suche ich mir nach einiger Zeit eine Bleibe und übernachte heute in der kleinen Stadt Mahalapye. In der Nacht hier im Süden Botswanas wird es bitterkalt und trotz meines warmen Schlafsacks schlafe ich kaum. Wir haben südafrikanischen Winter und da kann das Thermometer auch auf diesem Kontinent bis auf weit unter null klettern. Da es bis zum Morgen nicht besser wird stehe ich um kurz vor fünf auf und koche mir auf meinem Campingkocher einen Kaffee. Vom Sachen packen und Motorrad beladen wird mir etwas wärmer und mit langer Unterhose und zwei Jacken mache ich mich auf den Weg Richtung südafrikanische Grenze.

- Im Süden von Botswana

Nachdem ich Gaborone hinter mir lasse und oft Bewegungspausen einlege um mich aufzuwärmen halte ich direkt vor der Grenze an einer kleinen Tankstelle. Versorgt mit etwas Brot, Erdnussbutter und Tee sitze ich in der Morgensonne und genieße die aufkommende Wärme des Tages. Die Grenzüberquerung bei Ramatlabama ist dann ein Kinderspiel und bereits kurz nach Mittag des 15. Juli 2010 stehe ich seit sechs Jahren zum ersten Mal wieder auf südafrikanischem Boden.
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